Neu belebt wurde die Tischtennis-Freundschaft zwischen Spielern der SpVgg Zeckern und Erlangens russischer Partnerstadt Wladimir. Erste Kontakte wurden bereits 1995 geknüpft. Seitdem gab es mehrere Treffen in Zeckern und in Wladimir. Diesmal war eine fünf-köpfige Tischtennisdelegation anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft auf einem Kurztrip nach Franken.
Nach Sightseeing-Touren durch Nürnberg und Bamberg sowie sportlichen Ausflügen zu Bowling und Squash stand zum Abschluss ihres Besuchs ein Tischtennis-Freundschaftsspiel in Zeckern auf dem Programm. Hemhofens 1. Bürgermeister Joachim Wersal ließ es sich nicht nehmen, die Gäste persönlich mit einem Willkommensgeschenk der Gemeinde zu begrüßen.
Während frühere Vergleiche der Mannschaften einigermaßen ausgeglichen verliefen, war diesmal die Überlegenheit der Gäste weit mehr als ein Klassenunterschied. Luch Wladimir spielt mittlerweile sowohl mit den Damen als auch mit den Herren in der russischen 1. Liga und präsentierte mit Irina Jermakova und Alan Saikin Profis als Spitzenspieler. Schade, dass Trainer Viktor wegen einer Verletzung im Hotel bleiben musste.
Besonders unsere Damen, Yasemin Hain und Christina Kaiser, blieben in ihren Einzeln ohne Chance auf einen Satzgewinn, obwohl sie sich beide mit durchaus sehenswerten Ballwechseln gut verkauften. Einen Satzgewinn im Doppel ließen Ira und Vika als Lohn für ihren engagierten Einsatz zu.
Etwas leichter taten sich der eigens engagierte Ex-Zeckerner Walter Weiss und Heiko Hildel. Für Wladimir ging neben dem Profi Alan Saikin Club-Manager Boris Gerstein an die Tische. Er zeigte zwar ebenfalls respektables Niveau, doch musste er gegen Walter im Einzel sowie zusammen mit Alan im Doppel die beiden Zeckerner Ehrenpunkte zulassen. Fast hätte es in den abschließenden Mixed-Doppeln zu einem weiteren Punkt für uns gereicht, doch gelang es den Gästen, alle Satzrückstände letztlich in Siege umzuwandeln.
So fiel der Sieg der sympathischen Gastmannschaft mit 10:2 ebenso deutlich aus wie ihr Ergebnis gegen eine Erlanger Stadtauswahl am Vortag. Gewinner für alle war jedoch „druschba“ (Freundschaft), die im kommenden Jahr in Wladimir ihre Fortsetzung finden soll. Teammanager Boris sprach eine offizielle Einladung an uns aus.Interessant verlief die Kommunikation, da die von der Stadt Erlangen für Montag vermittelte Dolmetscherin nicht kommen konnte. Zunächst begann es überwiegend mit Englisch, da Irina und Alan darin recht fit waren. Zwischendurch praktizierte Elfi immer wieder ihre erworbenen Russischkenntnisse (teils mit Unterstützung des Wörterbuchs). Als sich am Ende des Spiels und dann auch beim Abendessen im Mykonos Giovanni zur Gruppe gesellte, wurde die offizielle Kommunikation in Italienisch ausgetragen. Alan spielte im Laufe seiner Profilaufbahn drei Jahre in der Nähe von Genua und beherrscht italienisch nahezu perfekt. Wieder einmal stellte sich heraus, dass Sprachbarrieren leicht überwunden werden können, wenn der gute Wille dazu vorhanden ist.
![]() Die glorreichen Teams |
![]() Irina (Ira) und Viktoria (Vika) |
![]() Yassi und Christina |
![]() Alan und Boris |
![]() Walter und Heiko |
![]() Abschlussabend im Mykonos |
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Einige Fotos von den Tagen zuvor